Bereits am Ende der Bronzezeit
(1100-800 v. Chr.) lassen sich erste Spuren an der Stelle des heutigen
Sète nachweisen. Sie wurden 1973 entdeckt und liegen im Bassin de Thau,
unter 2 m Wassertiefe. Der Name der Stadt erschien schon im Altertum bei
Ptolemaios (Geographie II,10.2) als Σήτιον ὄρος (Berg Setion) und bei Avienus
(Ora maritima) als "Setius mons" mit gleicher Bedeutung und benannte
den heutigen Mont Saint-Clair. Im 16. Jahrhundert war der Ort noch kaum
bewohnt, und der Fels St. Clair diente als Piratenrefugium. König Heinrich IV.
plante Cette per Dekret von 1596 zu einem Exporthafen für Waren des
Languedoc auszubauen, was aber aus unbekannten Gründen nicht umgesetzt
wurde. Erst Ludwig XIV. und sein Minister Jean-Baptiste Colbert
ließen Mole und Hafen ausbauen. Am 29. Juli 1666 wurde offiziell die
erste Steinmole "Saint Louis" errichtet, 1684 besuchte der berühmte
französische Festungsbaumeister Vauban die Stadt. 1703 erfolgte die Einweihung der Kirche "St. Louis". Vom 24. bis 29. Juli 1710 wurde Cette von einer Flotte der Engländern belagert und eingenommen, jedoch nach wenigen Stunden durch Truppen des Herzogs von Noailles,
Adrien-Maurice de Noailles (1678-1766), befreit. 1711 wurden die
Festungswerke "Saint Pierre" und "Butte Ronde" (runde Anhöhe/Hügel)
fertiggestellt, 1794 Ankauf des Rathausgebäudes. Weiterer Ausbau der
Festung durch die Errichtung der Zitadelle "Richelieu" und des Turmes von Castellas erfolgte 1744. Am 9. Juni 1839 bekam die Stadt, die damals stets Cette genannt wurde, durch die Eröffnung der Eisenbahnlinie Montpellier-Cette Anschluss an das Eisenbahnnetz, in den 1850er Jahren siedelten sich italienische Fischer aus der Nähe von Neapel an, um bessere Lebensbedingungen zu finden. 1872 wurde die Handelskammer gegründet. 1901 erhielt die Stadt im Zuge der Stadtmodernisierung eine elektrische Straßenbahn. Seit dem 20. Januar 1928 wurde der Name der Stadt per Ministerialdekret auf die heutige Schreibweise Sète festgelegt.




































Montpellier ist eine der wenigen bedeutenden französischen Städte
ohne antiken Hintergrund. Es wurde erstmals am 26. November 986
urkundlich erwähnt, als Graf Bernard de Melgueil (Melgueil entspricht dem heutigen Mauguio) Wilhelm III. Land an der antiken Via Domitia, zwischen den Flüssen Lez und Mosson
für seine selbstlosen Verdienste überschrieb. Seine Erben errichteten
eine Burg, die ein Schloss und eine Kapelle beherbergte. Durch die
hervorragende Lage zwischen Katalonien und Italien an der Via Domitia neben dem Hafen Lattes
wurde Montpellier schnell ein Handelszentrum mit Verbindungen über das
Mittelmeer, nach Spanien und nach Nordeuropa und entwickelte eine
gemischte Bevölkerung aus Juden, Moslems und später auch Protestanten.
Es siedelten sich Goldschmiede, Tuchmacher und auch Kaufleute an, und
noch heute erkennt man an den Straßennamen im historischen Zentrum, mit
welcher Ware dort Handel getrieben wurde. Am 9. November 1202 endete die
Dynastie der Herren von Montpellier aus der Familie der Guilhems (auf Deutsch Wilhelm) mit dem Tod von Wilhelm VIII.
Montpellier kam über die Hochzeit von Marie von Montpellier mit Peter II. aus Aragon im Jahre 1204 und deren Tod 1213 in den Besitz der Könige von Aragon. Montpellier erhielt 1204 die Stadtrechte und das Recht, jährlich zwölf regierende Stadträte zu ernennen. Die sehr weiträumigen Privilegien blieben bis zum Tod von Jakob II.
erhalten. Im Mittelalter wurde die Via Domitia als Pilgerweg nach
Santiago de Compostela benutzt. Die Kirche Notre-Dame-des-Tables in
Montpellier war ein bedeutender Halt für die Jakobspilger. Durch den
Pilgertourismus und durch die Vertreibung der Juden und Mauren aus
Spanien entwickelten sich in Montpellier einige Hospitale und karitative Einrichtungen. 1220 gründete Stadtrat Conrad – Legat des Papstes Honorius III. – die medizinische Schule Montpellier. Ende des dreizehnten Jahrhunderts war der Ruf der Schule schon legendär.
1289 erhielt die medizinische Schule durch Papst Nikolaus IV.
den Status einer Universität verliehen. Die Universität wurde von der
jüdischen, arabischen und christlichen Kultur gleichermaßen geprägt.
Anhänger aller genannten Kulturen studierten dort. Dies war ein geradezu
revolutionärer Zustand, dem die Universität ihre enorme
Fortschrittlichkeit zu verdanken hatte. Montpellier wurde 1349 durch
König Jakob III. von Mallorca an den französischen König Philipp VI. von Frankreich verkauft, um die Kriegskasse im Kampf gegen Peter IV. von Aragón
zur Rückeroberung von Mallorca zu füllen. Die Stadt war nach Paris die
zweitwichtigste im französischen Königreich. Doch in der zweiten Hälfte
des 14. Jahrhunderts verlor die Stadt mehr als ein Drittel ihrer
Bevölkerung durch Seuchen.
Anfang des 14. Jahrhundert erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung dank ihres Nachbarhafens Lattes und eines kaufmännischen Genies namens Jacques Cœur, Geldgeber des Königs von Frankreich Karl VII.. In dieser wirtschaftlichen Blütezeit leistete sich die medizinische Fakultät einen Pflanzengarten (1593-Jardin des Plantes)
den man noch heute besichtigen kann und der der älteste seiner Art in
Frankreich ist. Nach weiterem Wachstum zog schließlich 1536 der Bischof
von Maguelone in die Nachbargemeinde Montpelliéret, welche später von
Montpellier vereinnahmt wurde (siehe Erzbistum Montpellier). Die Kathedrale Saint-Pierre
wurde an der Stelle des Klosters Saint-Benoît (gegründet 1364) erbaut.
Im 16. Jahrhundert gewannen die Hugenotten immer mehr an Einfluss in der
Stadt, bedingt auch durch die Hugenottenkriege, die dazu führten, dass die Hugenotten Frankreichs in den Süden zurückgedrängt wurden. Nach 36 Jahren Krieg brachte das Edikt von Nantes 1598 der Stadt für die nächsten 20 Jahre Frieden.
Ludwig XIII.
von Frankreich führte trotz des Ediktes von Nantes Krieg gegen die
Hugenotten. Er ließ die Stadt 1622 belagern und eroberte sie nach zwei
Monaten. Doch durch den starken Widerstand der Hugenotten vor allem in La Rochelle sowie Montauban erkannte der König schließlich im Frieden von Montpellier am 21. Oktober 1622 das Edikt von Nantes an. Um jeden zukünftigen Widerstand im Keim zu ersticken, ließ Kardinal Richelieu
eine gewaltige Zitadelle direkt vor den Toren der Stadt errichten.
Montpellier wurde zum Verwaltungszentrum des niederen Languedoc. Im Edikt von Fontainebleau
wurde 1685 das Edikt von Nantes widerrufen und die katholische Religion
als einzige Staatsreligion festgelegt. Es kam zu einer Massenflucht der
Hugenotten aus Frankreich. 1693 wurde der Arc de Triomphe Porte du Peyrou zu Ehren Ludwig XIV. und dessen Sieg über die Hugenotten in Montpellier eingeweiht.
Die Industrialisierung machte im 19. Jahrhundert aus der Stadt ein
regionales Industriezentrum, und in den 1960ern sorgte die Einwanderung
der französischen Algerier („Pieds-noirs“) für ein rasantes Wachstum (siehe Demografie).
Der Sozialist Georges Frêche
wurde 1977 zum Bürgermeister gewählt. Unter seiner Leitung änderte sich
das Stadtbild rapide. In seiner Amtszeit wurde u. a. das Antigone
gebaut, eine Sozialbau-Siedlung im postmodernen "römischen Stil" im
Osten des Stadtzentrums. Montpellier wandelte sich von einer
südfranzösischen Großstadt zu einer Metropole mit starkem internationalen Einfluss. So besitzt es u. a. ein internationales Orchester, ein Zentrum des Modern Dance, das Kongresszentrum Corum sowie ein Messegelände. Ferner finden dort das Festival RadioFrance wie auch das Festival Montpellier Danse statt.
Am 29. Mai 2013 fand die erste Verehelichung eines
gleichgeschlechtlichen Paares in Frankreich durch die Bürgermeisterin
von Montpellier Hélène Mandroux statt.
(Quelle Wikipedia)
In Frankreich ist der Strom etwas billiger, darum nimmt man Heizstrahler auf der Terrasse.
Restaurant Tapas Italia
8, rue de l'Herberie.
Essen und Service waren toll.
Das Bild oben und unten ist eine Wandmalerei. Es sah täuschend echt aus.
Obst gefroren.